Die Kommunikationschirurgin ·
für Gesundheits- & Sozialberufe

Astreine Kommunikation.

Wertschätzende Kommunikation für Gesundheits- & Sozialberufe.
Inhouse-Trainings, Workshops & Keynotes für Kliniken, Pflege und Sozial­einrichtungen
Damit gute Leute bleiben und Patient:innen sich verstanden fühlen.

Methodik nach Schulz von Thun Mediatorin 7 Jahre Rettungsdienst Rotes Kreuz Salzburg · SVE Mitglied
Aktuelles New Work Festival by Coworking Salzburg — Talk: Braucht Wertschätzung Klartext? Astrid Stockinger, 13. Oktober 2026, 19:00–19:45 Uhr, Techno-Z Salzburg
Live · 13. Oktober 2026 · Techno-Z Salzburg Zum New Work Festival →
Podcast · auf Spotify · Voice of New Work Folge anhören →

Mein Angebot

Gesunde Kommunikation — vom kleinen Team bis zur ganzen Station.

A · Hauptangebot

Inhouse-Trainings für Gesundheits- & Sozialteams

Anmeldung →

Wertschätzende Kommunikation, die nicht an einer Person hängen bleibt, sondern auf mehreren Schultern liegt — direkt im Stations- und Teamalltag verankert.

  • Kliniken & Stationen
  • Pflege & Betreuung
  • Sozialeinrichtungen
  • Hausärzte
B · Bühne

Keynotes & Impulse

Anmeldung →

Vorträge, die bewegen und zum Nachdenken bringen — aus der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch. Für Tagungen, Kongresse und interne Veranstaltungen.

  • Fachtagungen & Kongresse
  • Führungs­klausuren
  • Team-Events & Kick-Offs
C · Klar­heit

Mediation & Konfliktklärung

Anmeldung →

Für Paare, Teams und Einzelne, wenn ein Konflikt nicht mehr von allein verschwindet — plus Fortbildungen für Mediator:innen (ÖBM).

  • Paarmediation
  • Konflikt­moderation
  • Team- & Einzelmediation
  • Fortbildung Mediator:innen
D · Entwicklung

Karriere­coaching

Anmeldung →

Begleitung an beruflichen Wendepunkten — für Menschen, die sich neu ausrichten, Verantwortung übernehmen oder wieder Klarheit über den nächsten Schritt gewinnen wollen.

  • Orientierung & Neuausrichtung
  • Rollen- & Führungswechsel
  • Standortbestimmung
  • Einzelbegleitung
Wirkung · Zahlen, die zählen
1,62×

Nach gezieltem Kommunikationstraining bleiben Patient:innen deutlich öfter bei ihrer Therapie — die Chance auf Therapietreue steigt um das 1,62-Fache.

×Monats­gehälter

Jeder vermeidbare Abgang kostet rasch ein Vielfaches eines Monatsgehalts — in Nachbesetzung, Einarbeitung und Überlastung.

≠Beruf

Menschen verlassen selten den Beruf. Aber oft die Führungskraft — und die Art, wie im Team miteinander gesprochen wird.

Aktuelle Workshops & Auftritte

Für Einzelpersonen: offene Termine zum Anmelden.

Teil I · Workshop · für Mediator:innen ● Termin 2027 offen

Perspektivenwechsel — Das Werteentwicklungsquadrat in der Mediation, Teil I.

Der Grundlagen-Workshop: Wie das Werte- und Entwicklungsquadrat hilft, Konflikte zu verstehen und Dynamiken zwischen Mediand:innen sichtbar zu machen. Das Fundament für die vertiefende Arbeit in Teil II.

3. Juli 2026ausgebucht
Frühling 2027Anmeldung offen
Gruppe4 – 16 Personen · 2 Einheiten

Anrechenbar als Fortbildung im Ausmaß von 2 Einheiten gem. § 20 ZivMediatG

Teil II · Workshop · für Mediator:innen ● Neuer Termin in Planung

Perspektivenwechsel — Das Werteentwicklungsquadrat in der Mediation, Teil II.

Der Aufbau-Workshop: Fokus auf die eigene Haltung als Mediator:in — „blinde Flecken", Triggerpunkte, Allparteilichkeit unter Druck — sowie den Einsatz des Wertequadrats in Führung und Business.

Termin2. Oktober 2026
Uhrzeit13:30 – 18:30 Uhr
Gruppe4 – 16 Personen
Anmeldung über ÖBM →

Anrechenbar als Fortbildung im Ausmaß von 6 Einheiten gem. § 20 ZivMediatG

Familien-Workshop · für Eltern & Kinder ● Anmeldung offen

Flauschig kommunizieren & backen — für Eltern & Kinder.

Kommunikations-Tuning für Eltern, während die Kids in der Backstube stehen — mit gemeinsamem Picknick zum Ausklang. In Kooperation mit Anna Maria Ebner.

TermineHerbst 2026 & Feber 2027
FürEltern + Kinder
KooperationAnna Maria Ebner
Anmelden →
Workshop · für Einzelpersonen ● auf Anfrage

Bewusste Wahrnehmung — besseres Feedback, zufriedenere Mitarbeiter:innen.

Wie Selbst- und Fremdwahrnehmung zusammenspielen — und wie daraus wertschätzendes, klares Feedback wird, das Teams stärkt statt verunsichert.

TermineMai & November
Anmeldungauf Anfrage
FürEinzelpersonen
Sie kommen aus einer Organisation? → Inhouse statt offener Termin Inhouse-Training anfragen →

Für Firmen: offene Termine zum Anmelden.

Team-Event · für Organisationen ● Buchbar

Flauschig kommunizieren & backen — als Teamevent.

Das Backstuben-Format für Teams: gemeinsames Backen trifft Kommunikations-Tuning — als Weihnachtsfeier, Betriebsausflug oder einfach, um als Team wieder näher zusammenzurücken. In Kooperation mit Anna Maria Ebner.

AnlassWeihnachtsfeier · Teamtag
FormatBacken + Kommunikation
FürTeams & Organisationen
Für mein Team anfragen →
Über mich

Salzburg · Gesundheits- & Sozialwesen

Astrid Stockinger

Die Kommunikationschirurgin·Pädagogin·Mediatorin·Historikerin

Warum ich das System von innen kenne Erfahrung · Praxis · Handwerk

Ich bin keine Trainerin, die das nur aus Büchern kennt. Sieben Jahre Rotes Kreuz — im Rettungsdienst, später in der Migrationsarbeit und bei vielen Trägern im Sozialbereich. Ich weiß, wie sich Druck, Krise und ein rauer Ton im Alltag anfühlen.

Ich war an der Bahre, am Gang, in der Übergabe — dort, wo Kommunikation über Vertrauen entscheidet.

„Authentisch, verständlich, zurück zur Basis — Werkzeuge, die im Alltag sofort funktionieren.“

Dazu kommt das Handwerk: Ich bin Pädagogin, Historikerin und Mediatorin und arbeite seit über 20 Jahren mit der Methodik von Friedemann Schulz von Thun. 2025 durfte ich ihn dann im Rahmen einer Fortbildung sogar persönlich kennenlernen. Seine Methodik ist bis heute das Fundament, auf dem meine Trainings stehen.

Mein Werdegang im Überblick Stationen · Fundament · Arbeitgeber
Werdegang

Stationen im Überblick

  • Selbstständig seit 2016

    Mediatorin, Karrierecoach, Historikerin & Speakerin

  • VBC Assistenztrainerin

    seit 2016

  • Rettungssanitäterin & PEER

    7 Jahre ehrenamtlich · Österreichisches Rotes Kreuz

  • Trainerin für Suchtprävention
  • Lehrende · MedAK Oberösterreich
  • Assistenz Qualitätsmanagement · FH Salzburg
  • Soziotherapeutische Trainerin

    Case Managerin · Wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Persönlich

    2025 Hochzeit und Namensänderung auf Stockinger
    2020 Geburt unseres Sohnes David Wolfgang
    1984 geboren in Innsbruck als Astrid Pirklbauer, 2 Brüder

Fundament

Ausbildungen & Fortbildungen

  • 2025Das Werte- & Entwicklungsquadrat

    Fortbildung bei Friedemann Schulz von Thun & Roswitha Stratmann

  • 2017SVE-Fachausbildung zum PEER

    Österreichisches Rotes Kreuz

  • 2016Mediationsausbildung

    MedAK Oberösterreich

  • 2010Diplomstudien · Paris Lodron Universität Salzburg

    Pädagogik (Beratung, Intervention & Supervision) und Geschichte (Zeitgeschichte)

Vertrauen & Zusammenarbeit

Ehemalige Arbeitgeber

MedAK Linz Ibis Acam BFI Weidinger & Partner FAB Rettet das Kind Pro mente Österreichisches Rotes Kreuz Bäckerei Funder FH Salzburg
Was mich antreibt Haltung · Werte · Motivation

Ich will etwas Positives bewirken — dass wir alle flauschiger und freundlicher zueinander sind. Weil wir alle mehr Lebensqualität verdient haben, und weil es im Grunde so einfach geht: ein Lächeln mehr pro Tag, ein aufrichtiges „Wie geht's?". Jede und jeder von uns kann jeden einzelnen Tag etwas bewirken.

Ich will Dinge verändern, bevor es zum Abbruch kommt. Keine Kündigung, kein Beziehungsabbruch — reden wir öfter dazwischen. Nicht nur einmal im Jahr beim Mitarbeitergespräch oder mit dem Scheidungsanwalt, sondern an 365 Tagen.

„Leiden ist leichter als lösen — aber lösen verändert alles.“

Was mich ausmacht: Ich habe keine zwei Gesichter, kein Business-Ich und ein privates. Ich lebe die Inhalte, die ich vermittle — practice what you preach. Meine Werte sind Ehrlichkeit, Transparenz und Wertschätzung, die keinen Titeln gehört, sondern Menschen.

Ich arbeite am liebsten mit Menschen, die glauben, dass Veränderung möglich ist — keine Opfer, sondern Gestalter:innen. Ich bin Kommunikationschirurgin, keine Schönheitschirurgin: es geht mir nicht ums „Wir haben eh etwas getan", sondern darum, wirklich etwas zu bewegen.

Außerhalb der Praxis interessiere ich mich für Kulinarik und Gesellschaftsspiele.

Impressionen & Wirkung

Momente, die entstehen, wenn es klick macht.

Aus Workshops, Keynotes und kleinen Runden — Menschen, Räume, Lichtmomente. Ein kleiner Ausschnitt aus dem, was in meiner Arbeit tatsächlich passiert.

3 Impressionen · klicken zum Vergrößern
Podcast · auf Spotify

Im Podcast „Voice of New Work" spreche ich über Kommunikation in der neuen Arbeitswelt. Die ganze Folge gibt es auf Spotify.

Folge anhören →
Radio · zum Nachhören

2026 wurde ich in der Radiosendung „Lebensfragen mit System" interviewt. Das ganze Gespräch gibt es online zum Nachhören.

Interview anhören →
Stimmen aus Workshops
Kooperationspartner:innen
Coworking Salzburg — Techno_Z Salzburg
Österreichischer Bundesverband für Mediation — Mitglied
Süße Backstube — Anna Maria
Fragen

Was häufig gefragt wird.

01 Wie läuft ein Erstgespräch ab? +

Dreißig Minuten, telefonisch oder per Video, kostenfrei. Wir klären gemeinsam: worum geht es, ist ein Inhouse-Training, eine Keynote oder Mediation das passende Format, und passt die Chemie. Wenn ja, mache ich ein konkretes Angebot. Wenn nein, empfehle ich gerne jemand anderen.

02 Für welche Einrichtungen ist das Angebot gedacht? +

Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialwesen: Kliniken, Stationen, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Sozialorganisationen.

03 Was kostet ein Training oder eine Keynote? +

Abhängig von Format, Gruppengröße und Umfang. Offene Workshops für Einzelpersonen sind pro Person ausgepreist, Inhouse-Trainings und Keynotes je nach Aufwand. Ein konkretes Angebot bekommen Sie nach dem Erstgespräch — transparent und schriftlich.

05 Lohnt sich das überhaupt bei wenig Zeit? +

Gerade dann. Schlechte Kommunikation kostet still und täglich — in Reibung, Fehlern und Personalabgängen.

06 Warum dauert die Rückmeldung bis zu 1 Woche? +

Weil ich mich verlässlich zurückmelden möchte — auch wenn mein Kind krank im Bett liegt, Weihnachtsstress und Neujahr vor der Tür stehen oder die nächste Grippewelle ansteht. Als Chirurgin für Kommunikation geht es nicht um Leben und Tod auf die Minute: Vieles lässt sich gut im Voraus planen — und gleichzeitig darf ein Leben neben dem Business stattfinden. Und: „bis zu einer Woche“ heißt maximal, nicht mindestens — oft melde ich mich deutlich früher.

07 Dauert es dann lange bis zur Umsetzung? +

Nein. Jahrelange Expertise und Erfahrung tragen dazu bei, dass ich sehr schnell ins Umsetzen komme. Coaching-Termine kann ich teilweise sehr kurzfristig anbieten — etwa, um Bewerbungsfristen einzuhalten.

Preise

Ein Preis, der sich für beide Seiten astrein anfühlt.

Astreine Preisgestaltung

Sie zahlen einen Beitrag, der zu Ihnen passt.

Hinter „Astreiner Kommunikation" stehe ich mit meinem Namen — deshalb gehe ich auch beim Honorar neue Wege. Warum sollte ein etabliertes Unternehmen so viel zahlen wie ein leidenschaftlicher Studierender oder ein öffentlicher Träger mit knappen Mitteln? Sie wählen Ihren individuellen Beitrag — einen Mix aus Begeisterung und Möglichkeiten.

astrein Kein Feilschen.
Ein ehrliches Abwägen.
Kontakt

Sprechen wir über Ihr Anliegen.

Ein, zwei Sätze genügen. Ich melde mich verlässlich innerhalb 1 Woche* zurück — und sage ehrlich, ob ich die Richtige für Ihr Anliegen bin.

Schreiben Sie mir gerne, worum es geht.

Es gilt unsere Datenschutzerklärung. Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Telefon
Termine nach Vereinbarung
Einsatzgebiet
Österreich, Deutschland, SüdtirolInhouse vor Ort & online
BLOG

Gedanken über das, was zwischen Menschen passiert.

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Lesezeit
6 Min

Zwei Wochen Urlaub, Firmenhandy aus. Was ich dabei über Führung gelernt habe — und warum Ersetzbarkeit kein Mangel, sondern eine Führungsaufgabe ist.

Ich komme gerade zurück aus zwei Wochen Urlaub. Zeit mit meiner Familie, eine Woche davon mit Freunden in Italien. Mal weg, abschalten — im wahrsten Sinne des Wortes. Firmenhandy aus, kein LinkedIn, kein Facebook, keine Mails.

Also genau das, was ich meinen Klient:innen seit Jahren ans Herz lege. Practice what you preach gilt selbstverständlich auch für mich. Dass es nötig ist, alle Leitungen zur Arbeit zu kappen, um wirklich Kraft zu tanken, fand ich immer schon logisch.

Die Zahlen geben dem recht — und sie sind unbequem. Laut der aktuellen Ausgabe von Gesunde Arbeit (AK & ÖGB, 3/2026) sind über 80 Prozent der Beschäftigten außerhalb ihrer Arbeitszeit zumindest gelegentlich erreichbar, 23 Prozent sogar ständig. Gleichzeitig arbeitet die Hälfte der Erwerbstätigen unter starkem Termin- und Leistungsdruck.

Die Arbeitsmedizinerin Anna Arlinghaus und Marc Sobisch (XIMES) beschreiben dort, warum das so heikel ist: Erholung braucht Freizeit, die nicht durch ständige Erreichbarkeit unterbrochen wird. Fehlt das Abschalten, startet der nächste Arbeitstag bereits mit erhöhtem Erholungsbedarf — und die Arbeit wirkt umso stärker belastend. Wird das chronisch, entsteht ein Dauerzustand der Anspannung mit gesundheitlichen Folgen.

Erreichbarkeit im Urlaub ist also keine Fleißaufgabe. Sie ist ein Erholungskiller.

Es ist die Aufgabe guter Führung, jede und jeden ersetzbar einzuplanen.

In meinen früheren Anstellungen habe ich beides erlebt: gute Führung — und das Fehlen davon. Und ich bin überzeugt: Es ist die Aufgabe einer Führungskraft, jede und jeden ersetzbar einzuplanen. Damit Menschen auf Urlaub gehen können. Damit sie sich erholen können. Damit sie zu hundert Prozent abschalten können. Und damit sie krank werden und krank zu Hause bleiben dürfen. In einem Angestelltenverhältnis darf und soll ich mir herausnehmen, „richtig" Urlaub zu machen, „richtig" krank zu sein und nicht erreichbar zu sein.

Was also soll dieses „Jeder ist ersetzbar — außer …"?

In einem Angestelltenverhältnis findet sich für jede Position ein Ersatz. Die einen sagen dazu „leider", die anderen „zum Glück". Ob die Stelle dann gut ersetzt wird, ist eine andere Geschichte — und wirft einen Rattenschwanz an Fragen auf. Etwa: Warum kann die Stelle nicht von einer Person gut ausgefüllt werden? Vielleicht, weil sie für eine Person viel zu umfangreich konzipiert war?

Ich habe das bei meiner ersten Anstellung nach der Uni selbst erlebt. Rein ins kalte Wasser: Projektleitung und Projektstart eines neuen Kurses — und zwar nicht nur inhaltlich, sondern vom Aufnahmeprozedere über die Teilnehmer:innenunterlagen und die Beschriftung der Mappen bis zur Korrespondenz mit allen Stakeholdern und der gesamten Dokumentation. Ich war morgens die Erste im Büro und abends die Letzte, die ging. Und es funktionierte. Gut. Zumindest die ersten Monate. Dann war ich am Ende und zog die Reißleine, bevor ich endgültig im Büro einzog.

Genau dieser Mechanismus ist kein Einzelfall. AK-Expertin Sybille Pirklbauer beschreibt ihn in der aktuellen Ausgabe von Gesunde Arbeit (AK, Ausgabe 3/2026) treffend:

„Erst wird die Schraube angezogen. Dann sieht man: Es funktioniert. Und dann bleibt man dabei.“

Dass es funktioniert, ist eben kein Beweis dafür, dass es tragfähig ist. Es ist nur der Beweis, dass jemand die Last gerade noch hält.

Das schönste Kompliment kam von einem Teilnehmer, der allgemein als „schwierig" galt: „Am Anfang wollte ich nicht, dass du bleibst — und jetzt will ich nicht, dass du gehst." Nach seiner Mutter war ich übrigens die Erste, die er anrief, um von seinem mit Auszeichnung absolvierten Lehrabschluss zu berichten. Vor seinen bis dahin so wichtigen Freunden. Das hat mich wirklich gefreut. Und ein wenig freute es mich auch zu hören, dass es nicht ganz einfach war, Ersatz für mich zu finden — gefunden wurde er schließlich in Form von zwei Personen.

Genau da liegt der Unterschied zu meinen früheren Tätigkeiten. Dort hieß es im Urlaub nur „ich muss". Weil schlecht organisiert war. Weil unzureichend koordiniert war, wer zuständig ist. Immer wieder habe ich bei mir und bei anderen erlebt, dass Führungskräfte zu wenig darauf achten, wie Prozesse funktionieren und wer was wann macht. Ist dieser Schritt geklärt, können Menschen getrost in den Urlaub gehen und krank werden — um danach mit neuer Energie durchzustarten.

Und in der Selbstständigkeit? Da gilt etwas anderes. Das war nun mein erster längerer Urlaub als Unternehmerin — und hier zeigt sich: Ich bin nicht ersetzbar. Weil ich als Ein-Personen-Unternehmerin meine eigene Chefin bin. Weil sich Kreativität nicht am Strand abschalten lässt — und auch nicht im Gespräch mit Freunden. Weil ich meine Arbeit liebe und mich gern mit meinen eigenen Inhalten beschäftige. Und weil ich frei entscheiden kann: Will ich — oder muss ich?

Ich werde mir künftig die Freiheit nehmen, im Urlaub zu arbeiten. Allerdings mit einem kleinen inneren Regelwerk: Handy aus, Mails aus. Als Kommunikationschirurgin arbeite ich nicht am offenen Herzen — meine OPs lassen sich gut im Voraus planen.

Denn arbeiten heißt für mich in diesem Fall nicht abarbeiten, sondern denken. Und das lässt sich ohnehin nicht abschalten: Diesen Blogbeitrag habe ich gedanklich mehrfach rezitiert, während ich meinen Männern am Strand beim Drachensteigen zusah. Künftig schnappe ich mir dafür abends kurz den Laptop und halte solche geistigen Ergüsse fest, statt sie innerlich noch 357 Mal zu überarbeiten. Nicht weil ich muss — sondern weil ich kann und darf. Und weil ich als Einzelunternehmerin eben nicht ersetzbar bin.

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